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Der MEVA - Blog
Albrecht Weinert


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Albrecht Weinert

Linux Mint (12, 13 ..) is it!

Alles fing mit Windows 7 auf einem betagten Fujitsu Siemens Notebook an, dessen XP-Installation sich

a) nicht beschädigungsfrei aus einer Domain-Mitgliedschaft lösen und

b) dann nicht mehr gut reparieren / aufdaten ließ.

Also radikaler Schnitt:

Zum neuen Windows 7

Alles platt und Windows 7 (Firmen bulk licence) drauf. Es lief toll. Warum haben wir das nicht schon viel früher gemacht?

Nicht so toll war das Einspielen / Installieren Dutzender benötigter vorheriger Anwendungen: Manches ließ sich sogar einfach kopieren, aber vieles zickte beim Übergang von XP’32 zu W7’64. Oft waren die entsprechenden Varianten anders oder unausgereift. Aber letzlich funktionierte das Meiste ganz gut und eine Oracle VirtualBox mit XP erledigte den absolut inkompatiblen Rest.

Nun ging es wochenlang gut und Windows7 lief mehr als zufriedenstellend — bis plötzlich die (gleich anfangs erfolgte) Aktivierung als fehlgeschlagen bezeichnet wurde. Das ist an sich bei einer korrekt lizenzierten Installation schon eine Zumutung. Hinzu kommt das die nun zu begehenden Wege bei Bulk-Lizenzen offenbar nicht vorgesehen sind, und einem zusätzliche Suchen, Umwege und Tricks auferlegt werden. Das Ganze kumulierte in der Anzeige man sei einer Softwarefälschung aufgesessen.

Mit so was mag man sich nun keinesfalls bei Vorträgen am Beamer outen oder gar bei externen F&E-Partnern (mit einem gewissen Anspruch auf eigene Seriosität) sehen lassen. Wenn Microsoft einem so von der Arbeit abhält und das Leben schwer macht, ….

…. warum dann nicht gleich richtig? Also radikaler Schnitt:

Auf zu Ubuntu (die Neunte)

Alles platt und Ubuntu x.y von einer CD einer renommierten Linux-Zeitschrift drauf. Es lief toll. Keine Probleme mit Hardwareerkennung, Ton, USB und vielem anderen, das in nicht allzu ferner Vergangenheit Probleme bereitete (vgl. u.A. Artkel “Ubuntu und VirtualBox“).  Warum haben wir uns von trüben Vorerfahrungen abhalten lassen und das nicht schon viel früher gemacht?

Um es kurz zu machen: Nach viel update- und Installationsarbeit und einigen erfreulichen Nutzungserfahrungen ging das Ganze in einem “Unity-zugelaufen-und-beseitigt”-Crash unter (siehe wieder nun”Ubuntu und VirtualBox” am Ende).

Die langwierige Recherche erbrachte neben vielem Unsinn (dessen Anteil wie üblich stark sinkt, wenn man “funzende” deutsche Beiträge ausschließt)  den schwachen Trost, dass sehr viele Andere genauso schlimm getroffen wurden. Schließlich fand sich ein seriöser (englischer) Beitrag, der glaubhaft darlegte, dass Mint der Ausweg aus dem Ubuntu- (Unity-) Schlamassel sei.

…. da’s schlimmer nicht werden konnte, warum denn nicht? Also radikaler Schnitt:

Hin zu Mint

Mit anderem (Windows-) Rechner Mint-ISO (64 bit full) geholt und gebrannt.
CD in den Ziel-Laptop und nach Mint-boot Installation gestartet.
Ein Versuch mit eigener Partitionseinteilung und nur am WLan scheiterte während der Installation aus unklärbaren Gründen.

Wie häufig bei Linux-Installationen lief letztlich nur die “Mach mit der ganzen Platte was Du willst”-Variante problemlos. Bereit stehende Updates werden automatisch erkannt und fast in “Windows update server”-Manier angezeigt, angeboten und problemlos installiert.

Mint kommt mit einer guten Grundausstattung an Software; hiervon wurden Firefox, Thunderbird und libreOffice gleich ausführlich und erfolgreich benutzt.

Gewöhnungsbedürftig

Einheitliche Bedienung für die Anwendungen (vgl. das häufig beklagte cntl-C/cntl-shift-C-Debakel) ist auch hier Fehlanzeige.

libreOffice wird in der Linux-Comunity zwar überwiegend als das bessere openOffice angesehen; es ist aber wohl eher unausgereifter. So ging die Rechtschreibhilfe erst nach Suchen und Basteln und dann nur unzuverlässig (Feb. 2013: inzw. wohl behoben).

Ein bisschen Schrauben an Prompts, Paths etc. musste schon sein. Dabei fällt zweierlei auf

a) In welcher Konfigurationsdatei was wie steht, ist nicht klar geregelt und z.T. schwer zu ermitteln. Das und das Eindringen in die Geheimnisse der Windows Registry nehmen sich gegenseitig wirklich nichts.

b) Alle gemachten “permanten” Änderungen in Konfigurationsdateien wirken erst nach Neustart (oder nach geheimnisvollen Befehlen). Änderungen mit Export sind entgegen anders lautenden Versprechungen häufig nicht permanent.

Letzteres Verhalten, noch dazu undokumnetiert, ist sehr zeitfressend und fehlerträchtig. (Bei Windows ist das schon lange weitgehend weg.)

SVN-Installation

Um überhaupt wieder an an die eigenen versionsverwalteten Dateien ranzukommen wurde mit der (such-resitenten) Softwareverwaltung Subversion (SVN) geholt und problemlos installiert. Von der Kommandozeile funktioniert alles und wie unter Windows auch gewohnt.

Die Enttäuschung ergab die die in der Hoffnung auf ein Linux-Explorer plug-in gestartete Suche nach Tortoise. Hier wurde RabbitVCS als “tolleres” Äquivalent angepriesen. Geladen und (problemlos) installiert erwies sich dies zunächst nicht als Explorer-Plug-In sondern als eigenständige, schwache und somit total unnütze GUI-Verpackung von SVN.

Wireshark

Gerade ein Laptop wir sinnvollerweise als Netzwerk- / IP-Analyser eingesetzt. Also gleich Wireshark, das bei Windows eh nur zickig läuft, als erste “Einsatzübung”.

Wireshark wird mit der Softwareverwaltung zügig und problemlos installiert, startet brav und … läuft nicht mit “no interface available for …”.

Recherchen führten

a) zur Installation von dumpcap und

sudo dpkg-reconfigure wireshark-common

(erfolglos) und

b) zu Rechteänderungen des aktuellen (einzigen) Nutzers mit

sudo usermod -a -G wireshark <username>

Nun geht Wireshark und zwar besser als je unter Windows erlebt.
Ungeklärt wird allerdings bleiben, ob b) alleine ohne a) geholfen hätte.

Die Installation ein paar weiterer netter Anwendungen zeigte, dass deren mitgebrachte Hilfefunktion nicht ging.

Abhilfe: sudo apt-get install khelpcenter4

Fortsetzung folgt ..

Alle Erfahrungen und Installationshinweise werden veröffentlicht (in Englisch).

Ein besonderes Kapitel ist die Installation von Linux (auf einem Server Fujitsu RX200 S5 mit zwei FibreCat SX 40 extendern à 6TByte (brutto). Die Installation auf ausschließlich (LSI-) Raid-Laufwerken lief überwiegend problemles. Das anschließende Nicht-Booten führte dann auf einen langen Leidensweg von Mint 12 über Mint 13 zu letztlich Ubuntu Server.

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